Progressive Muskelentspannung

nach E. Jacobson

Bild: grandpair-photography.de

Bei der progressiven Muskelentspannung (handelt es sich um ein Entspannungsverfahren, bei dem durch die willentliche und bewusste An- und Entspannung bestimmter Muskelgruppen ein Zustand tiefer Entspannung des ganzen Körpers erreicht werden soll. Es werden nacheinander sämtliche Muskelgruppen angespannt um im Anschluss die Anspannung zu lösen. Hierbei wird erlernt, sich komplett auf die eintretende Entspannung der Muskulatur zu konzentrieren und so eine bessere Körperwahrnehmung zu erhalten.  In diesem 8-tlg. Kurs erlernen wir die Progressive Muskelentspannung in kleinen Teilschritten. Das Erlernen der PMR und die damit verbundene Entspannung kann 2-3 Monate dauern, deshalb ist ein regelmäßiges Üben sehr wichtig. Am Ende des Kurses können Sie die Progressive Muskelrelaxation im Stehen, Liegen und auch im Sitzen durchführen. Wir erlernen die Progressive Muskelentspannung aller 16 Muskelpartien und 4 Muskelgruppen. Außerdem erlernen wir auch die Kurzform, die jederzeit in stressigen Situationen (vor Prüfungen, vor Meetings oder wichtigen Gesprächen durchgeführt werden kann).
Wie bereits von der „kleinen Auszeit“ gewohnt, starten wir mit Theorie, wichtigen Atemübungen zur Entspannung bevor wir an das Einüben der PMR-Technik gehen. Abgerundet wird die Stunde durch Fantasiereisen (auch Duft und Klang) sowie kleinen Meditationen. .

Ziele der PMR im Überblick:

– Allgemeine Gesundheitsprävention

  • Entspannung als Ausgleich bei übermäßiger körperlicher und seelischer Spannung
  • Förderung von Gelassenheit
  • Verbesserung der körperlichen und seelischen Selbstregulation
  • Beruhigung der Atmung bwz. verringerte Atemfrequenz
  • Entlastung des Herzens
  • Ausrichtung der Aufmerksamkeit (Achtsamkeit) nach innen
  • Verbesserung der Durchblutung
  • Gesunde Balance von Krankheiten und Störungen
  • Förderung von Selbststeuerungsfähigkeiten

Anwendungsbereiche der PMR:

Bei psychischen Problemen

  • Angst
  • Trauer
  • Umbruchsituation
  • Zwang
  • Depressive Verstimmungen
  • Essstörungen
  • Abhängigkeiten

Bei körperlichen Problemen:

Schmerzen des Bewegungsapparates

  • Migräne
  • Spannungskopfschmerz
  • Kreislauferkrankungen
  • Magen-/Darmprobleme
  • Schlafstörungen
  • Atemerkrankungen (Asthma, Bronchitis)
  • Blutdruck
  • Hautprobleme (Neurodermitis)

Weitere Indikationen:

  • Diabetes
  • Dymenorrhoe (Menustrationsbeschwerden)
  • Koronarer Herzinfarkt
  • Asthma
  • Tinnitus
  • Reizdarmbeschwerden
  • Muskelspasmen und -krämpfe
  • Krebserkrankungen
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Stress und Unruhe
  • Schlafstörungen
  • Erschöpfungszustände
  • Überforderung
  • Nervosität

Kontraindikationen:

  • bei kleinen Kindern, die sich noch nicht konzentrieren können
  • bei dementen Menschen
  • bei Menschen mit schwieriger geistiger Behinderung
  • bei akuten Psychosen (z. B. bei schweren Depressionen)
  • bei Bewegungsunfähigkeit (z. B. Lähmungen)
  • bei akuten Entzündungen und Erkältungen sowie Atemproblemen

Die Progressive Muskelentspannung kann aber gut in Kombination mit anderen Therapie- und Entspannungsverfahren angewendet werden, z. B.:

– mit Verhaltenstherapie (systematische Desensibilisierung)

– als Einleitung bei suggestiven Verfahren

– zur Einleitung von Wachtraumzuständen

– bei aktiver Imagination

– bei der Meditation

– beim autogenen Training