Walburga’s Benefizlauf 2026

Rückblick: Walburga’s Benefizlauf 2026
Gemeinsam unterwegs für Menschen mit ME/CFS

Was für ein besonderer Tag!

Am 2. Mai 2026 fand in Dachsbach erneut Walburga’s Benefizlauf statt. Bei bestem Laufwetter, guter Stimmung und vielen engagierten Menschen wurde die Veranstaltung wieder zu einem eindrucksvollen Zeichen für Zusammenhalt, Bewegung und soziales Engagement.

Bereits um 14:15 Uhr starteten wir gemeinsam mit einem fröhlichen Warm-up, bevor sich um 14:30 Uhr die ersten Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Strecke begaben. Von da an herrschte rund um die Laufstrecke reges Treiben: Läuferinnen und Läufer, Spaziergänger, Walker, Familien, Zuschauer und Unterstützer sorgten für eine wunderbare Atmosphäre.

Insgesamt gingen 67 aktive Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Start – darunter
14 Kinder, 4 Jugendliche und 49 Erwachsene. Gemeinsam legten sie beeindruckende 269 Runden auf dem rund 2,9 Kilometer langen Rundkurs zurück. Das entspricht insgesamt 780 Kilometern – ungefähr der Strecke von München bis Hamburg.

Besonders berührt hat uns die große Altersspanne der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die älteste aktive Teilnehmerin war stolze 83 Jahre alt und absolvierte gemeinsam mit ihrem Schwiegersohn mehrere Runden auf der Strecke. Ein schönes Beispiel dafür, dass Bewegung keine Frage des Alters ist.

Mehr als ein Benefizlauf

Der Benefizlauf stand 2026 im Zeichen der Erkrankung ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue-Syndrom) – einer schweren neuroimmunologischen Erkrankung, die das Leben der Betroffenen massiv einschränken kann. Ursprünglich wollten wir mit unserer Veranstaltung Spenden sammeln und auf diese noch immer viel zu wenig bekannte Erkrankung aufmerksam machen. Was wir damals nicht wussten: Direkt hier bei uns in Dachsbach lebt eine Familie, deren Tochter selbst von ME/CFS betroffen ist.

Erst durch den Vorbericht in der Fränkischen Landeszeitung meldete sich die Mutter bei uns. Viele Jahre wussten wir nichts voneinander – und erst durch den Benefizlauf entstand dieser Kontakt.

Leider konnte die Schülerin selbst aufgrund ihrer Erkrankung nicht teilnehmen.
Umso mehr freuten wir uns, dass ihre Familie vor Ort war und unsere Veranstaltung tatkräftig unterstützte. Mit selbstgebackenen Kuchen und vielen Gesprächen half sie dabei, Aufmerksamkeit für eine Erkrankung zu schaffen, die für viele Betroffene und ihre Angehörigen noch immer mit Unverständnis und Unsichtbarkeit verbunden ist.

Besonders dankbar sind wir auch der Fränkischen Landeszeitung. Die Redakteurin berichtete nicht nur über die Veranstaltung, sondern nahm sich vor Ort viel Zeit für ein ausführliches Gespräch mit der Mutter des betroffenen Mädchens. Aus diesem Austausch entstand ein weiterer Zeitungsbericht, der dazu beitrug, die Erkrankung und die Situation der Betroffenen in den Mittelpunkt zu rücken.

Für uns war dies einer der größten Erfolge des Tages.

Denn neben den Spendeneinnahmen geht es bei Walburga’s Benefizlauf vor allem darum, Menschen sichtbar zu machen, die oft nicht gesehen werden. Es geht darum, Verständnis zu schaffen für Betroffene und ihre Familien. Es geht darum, zuzuhören, aufzuklären und Aufmerksamkeit zu schaffen. Wenn durch unsere Veranstaltung auch nur einige Menschen mehr erfahren haben, was ME/CFS bedeutet und welche Herausforderungen Betroffene und ihre Familien täglich bewältigen müssen, dann haben wir bereits viel erreicht.

Gemeinsam viel bewegt

Für jede gelaufene Runde hatten Firmen und Privatpersonen im Vorfeld einen selbst gewählten Spendenbetrag zugesagt. Durch dieses Runden-Sponsoring kamen insgesamt 1.200 Euro zusammen.

Zusätzlich sorgte die große Tombola, die bereits gegen 15:30 Uhr vollständig ausverkauft war, für weitere 381 Euro Erlös.

Gemeinsam konnten wir so eine Spendensumme von 1.581 Euro erzielen.

Davon gingen 881 Euro an NichtGenesenKids e.V., einen Verein, der Kinder und Jugendliche mit ME/CFS sowie deren Familien unterstützt.

Weitere 700 Euro erhielt die Deutsche Gesellschaft für ME/CFS, die sich deutschlandweit für Aufklärung, Forschung und die Interessen der Betroffenen einsetzt.

Dass wir durch den Kontakt zu der betroffenen Familie auf NichtGenesenKids e.V. aufmerksam wurden und diesen Verein noch kurzfristig unterstützen konnten, freut uns ganz besonders. Der Verein unterstützte uns im Gegenzug mit Informationsmaterialien, Broschüren und zusätzlichen Preisen für unsere Tombola.

Die heimlichen Stars des Tages

Besonders schön ist jedes Jahr die Begeisterung der Kinder.


Mit großer Freude sammeln sie nach jeder absolvierten Runde ihre bunten Neon-Knicklichter und Armbänder, die als sichtbare Belohnung für jede gelaufene Runde dienen. Stolz tragen sie ihre Startnummern und fiebern Runde für Runde dem nächsten Knicklicht entgegen.

Viele Eltern staunen dabei nicht schlecht: Während ein gemeinsamer Spaziergang im Alltag manchmal Überzeugungsarbeit braucht, wachsen die Kinder bei Walburga’s Benefizlauf regelrecht über sich hinaus und schaffen Runde um Runde.

(Anm: Kinderbilder wurden z. T. mit KI verändert)

Am Ende des Tages wartet dann die wohlverdiente Teilnahmemedaille – und die wird mit mindestens genauso viel Stolz getragen wie bei manchem großen Laufevent.

Besonders gefreut hat uns in diesem Jahr noch etwas anderes: Die letzte Walburga vor der langen Corona-Pause fand 2018 statt. Trotzdem waren auf der Strecke noch einige der alten Walburga-T-Shirts zu sehen. Inzwischen wurden sie von den kleinen Geschwistern übernommen und mit genauso viel Stolz getragen wie damals von den älteren Kindern.

Für uns ist das ein wunderschönes Zeichen dafür, dass Walburga’s Benefizlauf über die Jahre ein Stück Kindheitserinnerung geworden ist und viele Familien bis heute begleitet.

Genau diese Freude, dieses Miteinander und die strahlenden Kinderaugen machen Walburga’s Benefizlauf jedes Jahr zu etwas ganz Besonderem.

Gemeinschaft statt Konkurrenz

Erstmals wurden bei Walburga’s Benefizlauf 2026 unsere goldenen Walburga-Pokale vergeben. Es rentiert sich, mit einer großen Gruppe teilzunehmen oder viele Runden für den guten Zweck zu laufen. Nicht jeder hat eine Original Walburga zuhause.

Ausgezeichnet wird hier nämlich nicht das schnellste Team oder der schnellste Teilnehmende, sondern grundsätzlich das größte Team und das Team mit den meist gelaufenen Runden pro Person.

So ist es wichtig, sich vielleicht einen Marathonläufer mit ins Team zu holen, wenn man selbst nur wenige Runden laufen möchte.

(Bild: Team Last Lap Legends)

Das Team Last Lap Legends stellte mit elf Teilnehmerinnen und Teilnehmern nicht nur das größte Team des Tages, sondern erzielte mit durchschnittlich 5,5 gelaufenen Runden pro Person auch die höchste Teamleistung. Das entspricht nahezu 16 Kilometern pro Teilnehmer.

Damit hätte das Team gleich beide Pokale gewonnen.

Doch genau hier zeigte sich, was Walburga’s Benefizlauf ausmacht.

Die Last Lap Legends entschieden sich spontan, einen der beiden Pokale an das Team Atemlos weiterzugeben. Mit sechs Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie durchschnittlich 5,3 gelaufenen Runden pro Person hatte auch dieses Team eine beeindruckende Leistung erbracht und lag nur knapp hinter den Erstplatzierten.

So konnten sich am Ende zwei Teams über eine goldene Walburga freuen.

Für uns war das ein besonderer Moment.

Denn bei Walburga’s Benefizlauf geht es nicht darum, gegeneinander zu gewinnen. Es geht darum, gemeinsam etwas zu bewegen. Um Fairness, Zusammenhalt und die Freude, Teil einer Gemeinschaft zu sein.

Gemeinsam genießen

Für das leibliche Wohl war selbstverständlich ebenfalls bestens gesorgt.

Wie schon in den vergangenen Jahren verwöhnte uns der Kroatische Heimatverein Herzogenaurach mit einem hervorragenden kroatischen Grillbuffet und unterstützte die Veranstaltung erneut mit großem Engagement. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken.

Nach dem offiziellen Laufende ließen viele Gäste den Abend noch gemeinsam ausklingen. Bei guten Gesprächen, gemütlicher Stimmung, leckerem Essen und einem kleinen Lagerfeuer wurde deutlich, worum es bei Walburga’s Benefizlauf eigentlich geht:

Menschen zusammenzubringen.

Warum wir das alles machen

Bei allen Zahlen, Spenden und gelaufenen Kilometern sind es oft die kleinen Momente, die uns am meisten berühren.

Vor kurzem entdeckte meine vierjährige Enkelin in einer Sparkassenfiliale einen übrig gebliebenen Walburga-Flyer. Stolz brachte sie ihn zu mir und sagte: „Schau mal, Oma, Deine Walburga!“ Dann schaute sie mich an und fragte: „Wann machen wir denn die nächste Walburga? Wollen wir die gleich wieder machen?“
Genau das macht Walburga’s Benefizlauf für uns aus.

Vielleicht ist genau das das schönste Kompliment für unsere Veranstaltung.

Dass viele Kinder am liebsten schon in der Woche danach wieder zur Walburga kommen würden.

Danke!

Ein solcher Tag ist nur möglich, wenn viele Menschen mithelfen.

Unser Dank gilt allen Läuferinnen und Läufern, den Zuschauerinnen und Zuschauern, den Sponsoren, den Helferinnen und Helfern, den Kuchenbäckerinnen und Kuchenbäckern, dem Kroatischen Heimatverein Herzogenaurach, der Fränkischen Landeszeitung, der Familie des betroffenen Mädchens sowie allen Unterstützern, die diesen Tag möglich gemacht haben.

Jede gelaufene Runde, jede Spende, jede helfende Hand und jedes anfeuernde Wort haben dazu beigetragen, dass Walburga’s Benefizlauf 2026 zu einem besonderen Tag wurde.

Wir freuen uns schon heute auf ein Wiedersehen bei „Zur Walburga 2027“.

Denn gemeinsam können wir mehr bewegen, als wir manchmal glauben.willkommen!!


Ein herzliches Dankeschön an die FLZ für die Unterstützung:

FLZ 2/2026
FLZ 5/2026


👉 Mehr Informationen zu Walburga’s Benefizlauf 2026 finden Sie hier:

Danke an unsere Sponsoren 2026:

Impressionen aus den Vorjahren:

_DSC0308
PlayPause
previous arrow
next arrow

Danke an alle Fotografinnen und Fotografen
(Michaela Ziegler, Martin Schuster, Linda Carina Grandpair….)