Der Vertrag ist da!
Leute.
Er ist da.
Der Nutzungsvertrag.
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Ich war kurz versucht, Frau Laterne anzublinken.
Der Kleine fragte:
âUnd? DĂŒrfen sie jetzt endlich reinfahren?â
Ich blÀtterte.
Seite 1.
Seite 2.
Seite 3.
Seite 4.
Seite 5.
13 Paragraphen.
Pflichten.
Kosten.
Unterhaltung.
Winterdienst.
âUnternehmerâ.
Anlage.
StraĂenbauverwaltung.
Ich war beeindruckt.
So viele Paragraphen fĂŒr ungefĂ€hr 3 Quadratmeter.
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Der Kleine fragte:
âUnd steht irgendwo drin, dass sie danach nichts Weiteres mehr brauchen?â
Ich blÀtterte nochmal.
Langsamer.
Sehr langsam.
Nein.
FĂŒnf Seiten.
13 Paragraphen.
UnzÀhlige Pflichten.
Und die eine Antwort, auf die meine Nachbarn seit Monaten warten?
⊠ist offenbar noch unterwegs.
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DafĂŒr weiĂ ich jetzt, dass meine Nachbarn plötzlich Unternehmer sind.
Seit wann?
Keine Ahnung.
Vielleicht ab dem Moment, in dem man drei Quadratmeter GrĂŒnweg befestigen möchte.
Und auf die andere berĂŒhmte Frage gab es ĂŒbrigens auch keine Antwort:
Wessen Erinnerungsvermögen lÀsst im Alter eigentlich nach?
Meine Nachbarn hatten sogar den Vorgesetzten ausdrĂŒcklich gebeten, dazu Stellung zu nehmen.
Also nicht kompliziert.
Einfach nur:
âWie war dieser Satz eigentlich gemeint?â
Und was kam?
Nichts.
Auch hier:
Stille.
Eine beeindruckende, beharrliche, beinahe professionelle Stille.
Der Kleine flĂŒsterte:
âVielleicht ist die Antwort ja zusammen mit der Genehmigung unterwegs.â
Ich musste lachen.
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Ich muss sagen:
Da kann selbst ich noch etwas lernen.
Und ich stehe seit Monaten herum und sage gar nichts.
Der Kleine klopfte mir auf die Seite.
âAber der Vertrag ist da.â
Ich nickte.
Ja.
Der Vertrag ist da.
Die Antwort leider noch nicht.
â€ïž
Euer Dachsbacher Kummerkasten

