📬 Neues vom Dachsbacher Kummerkasten
Hurra, eine Antwort! Und eine kleine Gebrauchsanweisung fürs Bauamt 😂
Leute, es gibt Neuigkeiten.
Nachdem meine Nachbarn noch einmal schriftlich um eine verbindliche Klärung gebeten und dafür eine Frist gesetzt hatten, kam tatsächlich eine ausführliche Rückmeldung.
Diesmal aus dem Gemeinderat.
Ich war begeistert! 🎉
Und die ersten Sätze waren sogar richtig vielversprechend.
Sinngemäß stand dort:
Man habe gar nicht gewusst, dass die Nutzungsvereinbarung noch immer nicht da sei.
Man habe gedacht, das Thema sei erledigt.
Nach der Ortsbegehung im Juni sei die Angelegenheit jedenfalls mündlich abgeschlossen gewesen.
😳
Ich dachte:
Na also!
Juni erledigt.
Das klingt doch hervorragend.
Gut, wir haben inzwischen Oktober und der Nutzungsvertrag fehlt noch immer – aber man soll ja nicht kleinlich sein. 😂
Dann las ich weiter.
Und plötzlich erfuhr ich sehr viel darüber, warum „erledigt“ noch nicht ganz erledigt ist.
Es wurde mehrfach gesprochen.
Es wurde nachgefragt.
Es wurde um eilige Bearbeitung gebeten.
Es gab viel Arbeit.
Es gab Schulungen.
Der zuständige Mitarbeiter war nicht da.
Und andere Mitarbeiter seien mit dem Fall eben nicht so vertraut.
Alles verständlich.
Nur mein kleiner Freund, der Nutzungsvertrag, hat es trotz dieser vielen Aktivitäten noch nicht aus der To-do-Liste herausgeschafft.
🏢 Und dann kam mein Lieblingsabschnitt
Meine Nachbarn waren nämlich persönlich im Bauamt.
Ja.
Einfach so. 😳
Nachdem sie telefonisch niemanden erreicht hatten und weiterhin wissen wollten, was denn nun eigentlich Sache ist.
Dort trafen sie einen Sachbearbeiter, der den Vorgang durchaus kannte.
Sogar ziemlich gut.
Er hatte schließlich die Ablehnung für die Zufahrt geschrieben.
Ich als einfacher Kasten dachte deshalb:
Perfekt! Der kennt sich aus!
😂
Nein.
Denn nun erfuhren meine Nachbarn in der Rückmeldung aus dem Gemeinderat sinngemäß:
Das war leider der falsche Ansprechpartner.
Er sei bei der Ortsbegehung im Juni nicht dabei gewesen und kenne deshalb den neuesten Stand nicht.
Moment.
Ich muss kurz meine Glasfasern sortieren.
… aber nicht gut genug, um anschließend zu erklären, welchen Stand genau diese Zufahrt inzwischen hat?
😂
Das muss man als Kasten erst einmal verstehen.
Offenbar gibt es verschiedene behördliche Kenntnisstufen:
Kennt den Vorgang nicht.
Kennt den Vorgang.
Hat den Vorgang bearbeitet.
Hat sogar etwas dazu entschieden.
Ist trotzdem der falsche Ansprechpartner.
Und ganz oben:
Der richtige Ansprechpartner.
Der war allerdings gerade auf Schulung.
😂
Für die Zukunft wurde deshalb empfohlen, direkt mit dem richtigen Ansprechpartner einen Termin zu vereinbaren.
Guter Plan!
Man muss ihn nur erreichen.
Und wenn das telefonisch nicht klappt und man deshalb persönlich ins Bauamt geht …
… sollte man offenbar möglichst nicht den Mitarbeiter fragen, der den eigenen Vorgang bereits bearbeitet hat.
Wieder etwas gelernt.
Ich glaube, ich brauche bald ein Organigramm. 😂
🤔 Eine Frage blieb allerdings erstaunlich still
Die Person aus dem Gemeinderat, von der diese Rückmeldung kam, war selbst bei der Ortsbegehung im Juni dabei.
Und genau über diesen Termin gibt es inzwischen unterschiedliche Erinnerungen.
Meine Nachbarn erinnern sich daran, dass die Nutzungsvereinbarung als unkompliziert und kurzfristig zu erledigen dargestellt wurde.
Weitere Anwesende erinnern sich ebenfalls daran.
Von anderer Seite heißt es inzwischen:
So wurde das nicht gesagt.
Und ausgerechnet die Person, die jetzt ausführlich geantwortet hat und selbst dabei war?
Zu diesem Punkt kein Wort.
Schade eigentlich.
Gerade das wäre interessant gewesen.
Während ich diese ausführliche Mail las, kam mir deshalb ein Gedanke:
Vielleicht hätte irgendwann auch einfach ein Vierzeiler gereicht:
„Es tut uns leid, dass sich die Sache so lange verzögert.
Wir waren davon ausgegangen, dass sie längst geklärt sei.
Die fehlende Vereinbarung wird jetzt fertiggestellt.
Und anschließend erhalten Sie verbindlich die Information,
ob noch irgendetwas erforderlich ist.“
Fertig.
Vier Sätze.
Keine Schulungspläne.
Keine Zuständigkeitskunde.
Und vor allem keine Anleitung dazu, welchen Sachbearbeiter man besser nicht zu seinem eigenen Vorgang befragt. 😂
Aber ich will nicht undankbar sein:
Es kam eine Antwort.
Und das ist nach all der bisherigen Stille tatsächlich erfreulich.
Jetzt fehlen eigentlich nur noch zwei Kleinigkeiten:
die Nutzungsvereinbarung
und
die Antwort auf die Frage, ob danach wirklich alles erledigt ist.
Aber vielleicht stehen die ja beide schon auf derselben To-do-Liste.
☐ Zuständigkeit klären
☐ Richtigen Ansprechpartner finden
☐ Erklären, warum der andere Ansprechpartner falsch war
☐ Nutzungsvertrag
😂
Euer
❤️ Dachsbacher Kummerkasten

