😳 Neues vom Dachsbacher Kummerkasten
Ich bin sprachlos. Wirklich sprachlos.
Ich bin sprachlos.
Ich bin einfach sprachlos.
Und das will bei mir wirklich etwas heißen.
Ich bin schließlich ein Kasten.
Sprachlos ist eigentlich mein Grundzustand. 😂
Aber diesmal meine ich es ernst.
Ihr erinnert euch:
Nachdem meine Nachbarn Anfang der Woche noch einmal beim Bauamt waren und der angekündigte Nutzungsvertrag dort immer noch nicht vorlag, war irgendwann Schluss mit:
Denn meine Nachbarn hatten in den vergangenen Monaten schon einiges ausprobiert.
Sie hatten gefragt.
Sie hatten noch einmal gefragt.
Sie hatten E-Mails geschrieben.
Und dann …
📭 kam meistens: nichts.
Meine Nachbarn fragten nach.
Und warteten.
Sie schrieben eine E-Mail.
Und warteten.
Dann noch eine.
Und warteten.
Vielleicht noch eine.
Und warteten.
Eine Antwort im Sinne von:
gab es nicht.
Auch kein:
Nicht einmal ein kleines:
Es gab vielmehr die wohl zuverlässigste Konstante dieser ganzen Geschichte:
Stille. 🤫
Eine beeindruckende, beharrliche, geradezu professionelle Stille.
Ich muss zugeben:
Da kann selbst ich noch etwas lernen.
Und ich stehe seit Monaten herum und sage gar nichts. 😂
Irgendwann wussten meine Nachbarn also nicht einmal mehr:
Wird daran gearbeitet?
Hat es jemand gelesen?
Ist es irgendwo angekommen?
Lebt der Nutzungsvertrag überhaupt noch?
📅 Also wurde jetzt eine Deadline gesetzt
Nach all dem Hin und Her haben meine Nachbarn noch einmal den gesamten Gemeinderat angeschrieben.
Und diesmal ganz klar gesagt:
Bis zum nächsten Wochenende möchten wir eine verbindliche schriftliche Klärung.
Nicht irgendwann.
Nicht irgendeine weitere mündliche Version.
Und vor allem nicht wieder:
Stille. 🤫
Sondern:
schriftlich.
klar.
verbindlich.
Eigentlich kein völlig verrückter Wunsch.
Dachte ich jedenfalls.
📧 Und tatsächlich: Es kam eine Antwort
Ich war kurz beeindruckt.
Eine Antwort!
Kommunikation!
Sie lebt! 🎉
Ich dachte schon:
Vielleicht kommt jetzt endlich dieser wunderschöne Satz:
Das wäre langweilig gewesen.
Aber wunderschön langweilig.
Leider hielt meine Freude nicht besonders lange.
Denn sinngemäß hieß es nun:
So sei das am 30.06. gar nicht gesagt worden.
…
Entschuldigung.
Ich muss kurz mein Türchen sortieren.
👀 Acht Menschen waren dabei
Bei der Ortsbegehung am 30.06. waren acht Personen anwesend.
Acht.
Das ist nicht mehr wirklich ein vertrauliches Gespräch unter vier Augen.
Das ist schon fast eine kleine Reisegruppe. 😂
Und von mindestens vier Personen wissen meine Nachbarn inzwischen, dass sie sich an genau diese Aussage ebenfalls erinnern.
Der Nutzungsvertrag sei nur eine Formsache.
Ein paar Seiten.
Drei bis vier Werktage.
Schnell erledigt.
Bei den anderen weiß ich natürlich nicht, wie sie sich erinnern.
Vielleicht anders.
Vielleicht gar nicht.
Vielleicht möchten sie sich auch einfach nicht in die nächste Folge meiner Serie hineinziehen lassen. 😄
Aber ich habe daraus gelernt:
Bei wichtigen Gesprächen niemals mit einer geraden Zahl an Zeugen erscheinen.
Sonst steht es irgendwann 4:4.
Und plötzlich braucht man Verlängerung und Elfmeterschießen. 😂
🤔 Und jetzt komme ich ins Grübeln
Je länger ich über diese ganze Geschichte nachdenke, desto mehr frage ich mich:
Wie konnte das eigentlich so groß werden?
Ganz am Anfang ist offenbar schlicht etwas schiefgelaufen.
Meine Nachbarn wollten wissen:
Sie haben gefragt.
Mehrfach.
Auch der Projektleiter des Carports hat sich erkundigt.
Trotzdem kam offenbar nicht die Information an, die nötig gewesen wäre.
Das kann passieren.
Menschen machen Fehler.
Ämter machen Fehler.
Vielleicht machen sogar Glasfaserkästen Fehler.
Gut.
Ich persönlich natürlich eher selten.
Aber theoretisch. 😎
Was mich nur wundert:
Man hätte das doch damals ganz einfach lösen können.
Mit einem Satz wie:
Fertig.
Ende.
Vielleicht Happy End nach drei Seiten.
Aber so kam es nicht.
🚪 Also fragten meine Nachbarn weiter
Zunächst versuchten sie, sich noch an einen anderen Mitarbeiter zu wenden.
Der fühlte sich dafür aber nicht zuständig.
Okay.
Kann passieren.
Dann gingen meine Nachbarn weiter.
Eine Etage höher.
Dorthin, wo man hingeht, wenn man denkt:
Jetzt muss doch jemand helfen können.
Schließlich waren inzwischen Monate vergangen.
E-Mails waren unbeantwortet geblieben.
Und irgendwann stand sogar im Raum, ob über bestimmte Dinge überhaupt jemals gesprochen worden sei.
Meine Nachbarn dachten:
Ich dachte das übrigens auch.
Ich bin manchmal erschreckend optimistisch. 😂
🏢 Aber auch eine Etage höher wurde es nicht wirklich einfacher
Also gingen meine Nachbarn noch einen Schritt weiter.
Dorthin, wo man hingeht, wenn man denkt:
Jetzt braucht es jemanden, der das Ganze einmal von außen anschaut.
Die Kontrollfunktion.
Und was passierte?
Nun ja.
Sagen wir es so:
Das Grundstück wartet immer noch.
Und wir diskutieren immer noch über denselben Nutzungsvertrag.
🤨 Und dann dieser eine Vorwurf …
Was meine Nachbarn besonders wundert:
Bei den verschiedenen Stellen schien man sich zumindest in einem Punkt erstaunlich einig zu sein:
Und besonders lösungsorientiert seien sie offenbar auch nicht.
Da musste ich kurz überlegen.
Denn meine Nachbarn hatten irgendwann sogar gesagt:
Also ich weiß ja nicht.
Für einen Kasten klingt das schon ziemlich lösungsorientiert. 😂
Immerhin bedeutete diese Lösung:
Ich darf bleiben.
Das fand ich persönlich natürlich hervorragend.
Ich hatte mich innerlich schon eingerichtet.
Vielleicht noch ein Blumentopf.
Ein kleines Schild.
Irgendwann eventuell WLAN. 😎
Aber inzwischen muss ich zugeben:
Wenn ich so sehe, was aus dieser Geschichte geworden ist, wäre es meinen Nachbarn vermutlich fast lieber, ich würde doch noch ein Stück weichen.
Keine Sorge.
Ich darf gerne in der Nähe bleiben.
Wir haben uns inzwischen schließlich aneinander gewöhnt.
Aber Tatsache ist nun einmal:
Ich stehe direkt vor der ursprünglich geplanten Zufahrt.
Das war ganz am Anfang das Problem.
Und erstaunlicherweise ist es das irgendwie immer noch.
📚 Und jetzt sind wir wieder am Anfang
Das ist der Punkt, den selbst ich langsam bemerkenswert finde.
Wir hatten:
ein ursprüngliches Missverständnis,
Nachfragen,
weitere Nachfragen,
E-Mails,
Stille,
noch mehr E-Mails,
noch mehr Stille,
eine Ortsbegehung,
einen angekündigten Nutzungsvertrag,
weitere Gespräche,
eine Gemeinderatssitzung,
einen Zeitungsartikel,
einen Besuch beim Bauamt,
noch mehr E-Mails,
eine Deadline,
und jetzt:
„Das wurde so nie gesagt.“
Ich glaube, wir sind inzwischen bei:
Band 6 – Das große Erinnerungsrätsel
Wenn das so weitergeht, brauche ich bald ein eigenes Bücherregal.
Und ich bin nicht einmal dafür gebaut. 😂
📰 Und dann denke ich wieder an den Zeitungsartikel
Denn dort wurde später öffentlich der Eindruck vermittelt:
Die Lösung ist gefunden.
Alles passt.
Man könne loslegen.
Meine Nachbarn dachten deshalb natürlich:
Gut.
Wenn das sogar öffentlich so dargestellt wird, dann wird das intern ja wohl ebenfalls geklärt sein.
Das Grundstück war schon ganz aufgeregt.
Ich war aufgeregt.
Frau Laterne natürlich nicht.
Die bleibt professionell.
Und dann hieß es beim Bauamt wieder:
Und jetzt heißt es zusätzlich:
Ich sage euch:
Ich brauche bald ein Whiteboard.
Mit Pfeilen.
Und vielleicht rote Schnüre wie in einem Krimi. 😂
😐 Dabei wäre die Lösung so einfach
Was würde denn passieren, wenn einfach einmal jemand sagen würde:
Oder:
Oder:
Oder sogar:
„Entschuldigung.“
Ich glaube, nichts Schlimmes.
Die Erde würde sich weiterdrehen.
Das Bauamt würde weiterbestehen.
Der Gemeinderat würde weiterarbeiten.
Und ich würde weiter hier stehen.
Herumstehen.
Glasfaser beherbergen.
Wichtig aussehen.
Alles ganz normal.
💔 Und das Traurige daran
Aus einer ursprünglich kleinen Sache ist inzwischen ein Streit geworden.
Menschen, die früher ganz normal miteinander gesprochen haben, tun es teilweise nicht mehr.
Es gibt unterschiedliche Erinnerungen.
Es gibt Vorwürfe.
Es gibt immer neue Erklärungen.
Und irgendwann geht es gar nicht mehr nur darum:
Wie bekommen meine Nachbarn ihre Zufahrt?
Sondern plötzlich darum:
Wer hat wann was gesagt?
Wer erinnert sich richtig?
Wer hätte was tun müssen?
Und ich denke mir nur:
Vielleicht wäre eine Entschuldigung irgendwann wirklich billiger gewesen als diese ganze Serie. 😂
🧚 Und jetzt mal eine ganz einfache Frage: Wer soll eigentlich noch helfen?
Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr bekomme sogar ich Bauchweh.
Und ich bin ein Kasten.
Ganz am Anfang war ein Problem.
Dann fragte man noch einmal nach.
Dann einen anderen Mitarbeiter.
Dann eine übergeordnete Stelle.
Dann die Kontrollfunktion.
Und wenn man all diese Wege gegangen ist und am Ende immer noch bei derselben Frage steht …
Wo geht man dann eigentlich hin?
Noch eine Etage höher?
Auf den Dachboden?
Zum Kirchturm?
Zur ISS? 🚀
Oder brauchen wir jetzt wirklich …
🧚 eine gute Fee?
Ich sehe sie schon vor mir.
Kleiner Zauberstab.
Glitzer.
Sie schwebt über dem Grundstück und fragt:
Meine Nachbarn:
Die Fee:
Kurze Pause.
Vielleicht ein Einhorn.
Vielleicht Weltfrieden.
Vielleicht dass Frau Laterne endlich mal etwas sagt.
🏰 Und so stehen wir wieder ganz am Anfang
Nach Monaten.
Nach Gesprächen.
Nach E-Mails.
Nach Stille.
Nach noch mehr Stille.
Nach verschiedenen Stellen.
Nach unterschiedlichen Aussagen.
Nach Ortsbegehung.
Nach Gemeinderat.
Nach Presse.
Nach Deadline.
Und nach erstaunlich vielen Menschen, die inzwischen mit dieser Geschichte zu tun hatten.
Stehen meine Nachbarn im Grunde wieder bei derselben Frage wie ganz am Anfang:
Was müssen wir eigentlich tun, damit wir endlich auf unser Grundstück fahren dürfen?
Und ich als Kummerkasten frage inzwischen nur noch:
Wer kann jetzt eigentlich noch helfen?
Falls irgendwo eine gute Fee frei ist:
Bitte nach Dachsbach schicken.
Sie sollte allerdings belastbar sein.
Einen langen Atem haben.
Mit Schweigen umgehen können.
Und vielleicht einen eigenen Kugelschreiber mitbringen.
Man weiß ja nie. 😂
Bis dahin mache ich weiter wie bisher:
Herumstehen.
Zuhören.
Mich wundern.
Und auf ein schriftliches Happy End warten.
Fortsetzung folgt …
Euer
❤️ Dachsbacher Kummerkasten

